Sonntag, 25. August 2013
Stillschweigen
Irgendwann wird die lebendige Hülle
nur noch ein sterblicher Überrest sein.
Und aus dem Lauten wird himmlische Stille.
Und alles Große wird nichtig und klein.
Und aus dem einstigen huschenden Schatten,
tritt eine Lichtgestalt lächelnd hervor.
Hebt sich inmitten gefräßiger Satten
leise und schwebend zum Frieden empor.
Wirft seine Last in den irdischen Rachen,
schmeißt seine Steine zurück in das Meer.
Bringt die Gemüter zum Weinen und Lachen.
Schickt uns von oben Erinnerung her.
Füllt all die Herzen, die schmerzlich vermissen,
randvoll mit Liebe und randvoll mit Leid.
Flüstert gar tröstend: "So sollt Ihr ja wissen,
bis zu den Sternen ist 's gar nicht so weit."
Nimmer verblassen die schönen Gedanken,
die uns im Schweren so kräftigend sind.
Dort gibt es keinerlei trennende Schranken.
Dort scheint die Sonne und still schweigt der Wind ...
(c) Bettina Lichtner