Mittwoch, 21. August 2013

Ins ewige Licht

Ich liebte die Höhen, das Schöne, das Helle.
Ich schob alle Tiefen ganz weit von mir fort.
Doch plötzlich, da war eine Tiefe zur Stelle,
die raubte den Atem und jegliches Wort.

Sie riss meiner Sonne das Leuchten vom Leibe,
und legt auf mein Herz ihr so finsteres Tuch.
Nun kriegt meine Zeit eine einsame Bleibe,
in welchem auch ich eine Raststätte such'.

Dort will ich mich sammeln und deiner gedenken,
die Träne soll frei und ganz zügellos sein.
Dort will ich mir selber Erinnerung schenken,
und lad' meine Seele zu Traumreisen ein.

Sind Reisen, in denen wir zwei wieder lachen.
Sind Reisen, in denen du lebensfroh strahlst.
Sind Reisen, die fröhlich und wehmütig machen,
in denen du Jahre mit Zukunft bemalst.

Nun bist zu gestorben, und ich reise weiter.
Wohin es mich treibt, ach, das weiß ich ja nicht.
Am liebsten bestieg' ich die himmlische Leiter
und reiste zu dir in das ewige Licht ....


(c) Bettina Lichtner