Du bist fort, geliebter Hund,
Begleiter in jeder Sekunde,
ewig liebender, ewig treuer, ewig vermisster
Freund in jeder Lebenslage.
Wie habe ich um dich geweint,
die Tränen wollten nicht enden,
und doch muss ich weitergehen
ohne dich.
Mein Herz ist mir zerbrochen,
ich hab' es Gott hingeworfen
mit Wut und Klagen und dem fragenden WARUM.
Es fällt mir schwer, es zu begreifen,
du fehlst und fehlst und fehlst und fehlst,
doch nichts bringt dich mir zurück,
ich quäle mich durch diese verdammte Welt
ohne dich.
Ich gehe durch die stillen Räume,
die ich nicht ertragen kann und will,
meine Gefühle tigern im Käfig eines betrübten Geistes
auf und ab und hin und her,
wollen die vertraute schöne Zeit zurück,
wollen nicht glauben, dass alles vorbei ist,
dass die Sonne auf- und untergeht
ohne dich.
Die Tür wurde mit Wucht zugeschlagen,
und nun soll sich eine neue öffnen,
sagen schlaue Köpfe, und dahinter seien neue Chancen,
ein neuer Weg und ein Licht am Ende.
Die Vergangenheit entfernt sich schnell,
ich will sie halten, will sie fesseln,
aber sie fließt mit dem Fluss der Zeit davon
mit dir.
Die Gegenwart klopft immer öfter an,
der Atem tut sein heilendes Werk,
Emotionen werden zu Wolken am Himmel des Bewusstseins,
die auftauchen und weiterziehen
im Wechsel mit Sonne, Regen und Sturm,
als trüge ich das Universum in mir,
als wolle es mich das Loslassen lehren
von dir.
Die Traurigkeit tut nicht mehr so weh,
sie reicht mir die Hand wie ein Freund,
wir reden über dich und lachen und weinen und trennen uns,
wenn das Schwere leicht geworden ist
und begriffen wurde, dass nichts bleibt,
dass alles vergänglich ist,
auch du
und ich.
Geliebter Hund, was von dir bleibt
ist Liebe und nochmal Liebe,
wie ich sie nie zuvor gekannt habe, so tief und rein und ehrlich.
Wir hatten nicht viel Zeit,
und doch muss es gereicht haben,
und doch hat es mich reich gemacht,
hat mir gezeigt, was wirklich zählt.
Ich liebe dich
ewiglich.
@ Bettina Lichter


















