Montag, 31. März 2014
Der reißende Strom
Den Strom der Zeit wollt' ich bezwingen,
wollt' Herrscher meiner Stunden sein.
Ein mittelmäßiges Gelingen -
denn Gott ließ sich darauf nicht ein.
Der Strom mit seinen vielen Tücken
ist ganz und gar in Gottes Hand.
Ich wollt' ihm in die Karten blicken
und hätte gern den Plan gekannt …
Der Strom ist reißend ohne Gnade
und die Momente treiben fort,
die mal so süß wie Schokolade
und dann voll Bitterkeit im Wort.
Ich treib' dazwischen, oft verloren,
und kämpfe mit dem Wellenschlag.
Zum Kämpfen sind wir auserkoren
vom ersten bis zum letzten Tag.
Der letzte Tag ….. ach ja, wie schade.
Wir schwimmen alle darauf zu.
Der Strom ist reißend …. ohne Gnade.
Und auf das Kämpfen folgt die Ruh'.
© Bettina Lichtner
wollt' Herrscher meiner Stunden sein.
Ein mittelmäßiges Gelingen -
denn Gott ließ sich darauf nicht ein.
Der Strom mit seinen vielen Tücken
ist ganz und gar in Gottes Hand.
Ich wollt' ihm in die Karten blicken
und hätte gern den Plan gekannt …
Der Strom ist reißend ohne Gnade
und die Momente treiben fort,
die mal so süß wie Schokolade
und dann voll Bitterkeit im Wort.
Ich treib' dazwischen, oft verloren,
und kämpfe mit dem Wellenschlag.
Zum Kämpfen sind wir auserkoren
vom ersten bis zum letzten Tag.
Der letzte Tag ….. ach ja, wie schade.
Wir schwimmen alle darauf zu.
Der Strom ist reißend …. ohne Gnade.
Und auf das Kämpfen folgt die Ruh'.
© Bettina Lichtner
Sonntag, 30. März 2014
Der verklungene Schlag
Einst umgarnte und betörte
mich dein Herz und war mir lieb,
bis ich 's Schlagen nimmer hörte,
weil der Tod sein Unheil trieb.
Ach, wie misse ich sein Beben,
seinen Takt, der so vertraut.
Doch so ist ein jedes Leben
letzten End's auf Sand gebaut …
Oft, so oft hab' ich gelegen
auf der Brust und ihm gelauscht,
deinem Herz, das mal verwegen,
mal so sanft mich hat berauscht.
Sein Gesang ist nun verklungen.
Seine Stimme schweigt nun still.
Und ich bin zum Leid gezwungen,
wenn ich 's selbst noch gar nicht will.
Gottes Weg ist unergründlich.
Herz, oh Herz, darum Goodbye …
Ich gedenke deiner stündlich,
und die Sehnsucht ist dabei.
© Bettina Lichtner
Samstag, 29. März 2014
Es ist alles vorbereitet
Und dann kam die Dunkelheit,
und der Blütenkelch hat sacht
seine Blätter zugemacht,
und sprach leise: "Es ist Zeit …".
Alles flieht zur Ewigkeit.
Jedem Tage folgt die Nacht.
Und die Zeit, die man bewacht,
läuft in die Vergänglichkeit.
Sterbensstille Brust.
Doch der Tod kann nichts bedeuten.
Und die Trennung währt nicht lang'.
Wiedersehenslust.
Gott wird alles vorbereiten
für den freudigen Empfang …
© Bettina Lichtner
Freitag, 28. März 2014
Endlich da
Kalender- um Kalenderblatt
fliegt lautlos aus der Zeit.
Eins lebenshungrig, eines satt.
Eins, das noch viele Pläne hat.
Und eins, das nichts bereut.
Ein jedes Blatt von Gott geschenkt!
Für dich sowie für mich.
Doch siehe nur: wie einsam hängt
das nächste Blatt und schweigt und denkt:
"Am Ende flieg' auch ich …"
An einem dieser Tage geht
das Licht für immer aus.
An einem dieser Tage steht
die Uhr des Lebens und es weht
kein Atem mehr durchs Haus.
Doch welches Blatt das letzte ist -
was weiß man schon davon?!?
Das Blatt, da du geboren bist,
hat eine eigne Galgenfrist,
so wie ein Luftballon.
Und wird ihm erst die Puste dünn,
dann ist die Landung nah.
Dann fällt er still und leise hin,
so wie ein Blatt und lacht: "Ich bin
im Himmel …… endlich da!"
© Bettina Lichtner
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