Soll 's zum Sterben gehn,
wollst Du bei mir stehn,
mich durchs Todestal begleiten
und zur Herrlichkeit geleiten.
© Georgi Ludowig Haccius (1773-1817)
Soll 's zum Sterben gehn,
wollst Du bei mir stehn,
mich durchs Todestal begleiten
und zur Herrlichkeit geleiten.
© Georgi Ludowig Haccius (1773-1817)
"Hier ruht in Gott" ----- nicht weiter lesen
kann ich die alte Inschrift dort.
Sie spricht von Tod wohl und Verwesen,
ein lichtes Auferstehungswort.
Mit weißen Blüten überhüllet
ein schattiger Jasminenstrauch
des Kreuzes goldne Schrift, erfüllet
die Luft mit süßem Würzehauch.
Der dichte Strauch gibt lieben Gästen
willkommne Zuflucht still und traut:
ein Hänfling hat in seinen Ästen
sein leichtes kleines Nest gebaut.
Rings heil'ge Stille --- nur das leise
Gesumm der Biene füllt die Luft.
Wohl mag sich 's von der Lebensreise
hier selig ruhn im Blumenduft.
Wer möchte nicht so süß geborgen
wie du vor Sünde, Hass und Spott
entgegen ruhn dem ew'gen Morgen!
Schlaf wohl, schlaf wohl. "Du ruhst in Gott."
© Eduard Ferrand (1813-1842)
Ich sage, weil der Tod allein mich machet frei,
dass er das beste Ding aus allen Dingen sei.
© Johann Scheffler (Angelus Silesius) (1624-1677)
O, diese Rose stirbt !
Zu schön ---- o weh !
Zu kostbar für den Acheron !
© Friedrich von Schiller (1759-1805), aus "Semele" (gedichtet 1784)
Ach Gott, hilf mir erwerben,
christlich zu leben und selig zu sterben!
Christlich gelebt und selig gestorben,
ist ja genugsam auf Erden erworben.
(Spruch an einem Hause in Ried, 1769)