Selig, wem die Träne rinnt,
dicht wie Regentropfen fallen.
Ungeweinte Tränen sind
wohl die schmerzlichsten von allen.
© Robert Eduard Prutz (1816-1872)
Selig, wem die Träne rinnt,
dicht wie Regentropfen fallen.
Ungeweinte Tränen sind
wohl die schmerzlichsten von allen.
© Robert Eduard Prutz (1816-1872)
Nun komme Lust und Leid
und Not und Tod ----
Ich weiß, mich führet
jeder Pfad zu Gott.
© Verfasser unbekannt
Will die Seele dir verzagen
in der Leiden Übermaß,
wehre deinem Mund die Klagen
und bewahre dich vor Hass.
Lies des Kummers tiefe Zeichen
auf so manchem Angesicht,
deinem Leid wird manches gleichen,
und das einz'ge ist es nicht.
Nein, der Menschen Tränen quillen
rings, soweit die Sonne scheint,
und nur der kann Tränen stillen,
welcher bitter selbst geweint.
Trage drum mit stiller Stärke
all das Leiden, das dich kränkt;
zu der Liebe heil'gem Werke
ward es dir von Gott geschenkt.
© Ernst von Wildenbruch (1845-1909)
Oft denke ich: sie sind nur ausgegangen,
bald werden sie wieder nach Hause gelangen.
Der Tag ist schön, o sei nicht bang!
Sie machen nur einen weiteren Gang.
Jawohl, sie sind nur ausgegangen,
und werden bald nach Haus gelangen.
O sei nicht bang! Der Tag ist schön,
sie machen den Gang zu jenen Höh'n.
Sie sind uns nur vorausgegangen
und werden nicht hier nach Haus gelangen.
Wir holen sie ein auf jenen Höh'n
im Sonnenschein. Der Tag ist schön!
© Friedrich Rückert (1788-1866)
Es ist doch alles eitel und vergänglich, Sorge, Furcht, Hoffnung und zulezt der Tod. ---- Die Zeit wird kommen, wo sie uns auch in Leinen wickeln und in einen Sarg legen. Lasst uns tun, was wir dann gerne möchten getan haben, und unser Vertrauen auf Gott setzen!
© Wandsbecker Bote